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Ulkusblutung: Interaktion der Risikofaktoren
Sowohl eine Helicobacter-pylori-Infektion wie auch die Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) oder niedrigdosierter Acetylsalicylsäure (Low-dose ASS) sind wichtige Risikofaktoren für peptische Ulzera. Eine Studie im American Journal of Gastroenterology evaluierte das Blutungsrisko bei Ulkuskrankheit infolge der Interaktion zwischen H. pylori-Infektion und NSAR- oder Low-dose-ASS-Einnahme.
Am J Gastroenterol 2015; 110:684–689 , Sostres C et al.

Ulkusblutung: PPI-Prophylaxe kann auch intermittierend erfolgen
Bei Patienten mit hohem Rezidivrisiko nach endoskopisch behandelter Ulkusblutung wird gemäss Leitlinien eine kontinuierliche intravenöse PPI-Prophylaxe empfohlen. Eine Metaanalyse zeigt nun, dass auch eine intermittierende PPI-Therapie erfolgen kann, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Damit könnten Kosten und Ressourcen gespart werden.
JAMA Intern Med. 2014;174(11):1755-1762. , Sachar H et al.

Obere GIT-Blutung: Grosszügige versus restriktive Indikation für Bluttransfusionen
Die Indikation für Transfusionen bei oberen GIT-Blutungen wurde in der Vergangenheit grosszügig gestellt. Als kritische Grenze galt ein Hb von 10 g/dl. Eine Studie im New England Journal of Medicine verglich erstmals die grosszügige Strategie mit einer restriktiven Strategie, die erst bei einem Abfall des Hb auf unter 7 g/dl eine Transfusion vorsieht.
N Engl J Med 2013;368:11-21 , Villanueva C et al.

PPI und Hüftfrakturen: Risiko auf Raucherinnen und Exraucherinnen beschränkt
Eine neue Auswertung der Nurses' Health Study im BMJ zeigt, dass die langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) das Risiko für Osteoporose-assozierte Hüftfrakturen besonders bei Raucherinnen erhöht.
BMJ 2012;344:e372 , Khalili H et al.

H. pylori: Quadrupeltherapie bald neuer Standard?
Zunehmenden Resistenzen gegen die bei der Eradikation des Helicobacter pylori üblicherweise eingesetzten Antibiotika stellen in vielen Ländern bereits ein erhebliches Problem dar. Eine prospektive klinische Studie verglich das neue LOAD-Quadrupelregime mit der Standard-Tripeltherapie.
Am J Gastroenterol 2011;106:1970–1975 , Basu PP et al.

GI-Blutungsrisiko unter Aspirin stark von der Dosis abhängig
Die Einnahme von Aspirin gilt als bedeutender Risikofaktor für gastrointestinale Blutungen. Huang und Kollegen haben in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Dosis, Dauer und Blutungsrisiko genauer analysiert.
Am J Med 2011;124:426-433 , Huang ES et al

Kardiovaskuläres Risiko bei mit PPI und Aspirin behandelten Patienten
Nach kontroversen Studienresultaten besteht der Verdacht, dass die Einnahme von Protonenpumpenblockern (PPI) die kardioprotektive Wirkung von Clopidogrel nach Stentimplantaton beeinträchtigen könnte. Nun wurde im BMJ eine Studie publiziert, welche eine Interaktion zwischen Aspirin und PPI – auch ohne Clopidogrel – vermuten lässt.
BMJ 2011; 342:d2690 , Charlot M et al

Laparoskopische Operation versus Esomeprazol bei Reflux (GERD)
GERD-Patienten brauchen eine Therapie, um ihre Symptome langfristig unter Kontrolle zu bekommen. In der im JAMA publizierten LOTUS-Studie haben Galmiche und Kollegen die Langzeiterfolgsrate einer konservativen Therapie mit dem PPI Esomeprazol mit derjenigen der laparoskopischen Antirefluxchirurgie verglichen.
JAMA 2011;305:1969-1977 , Galmiche J-P et al

Vierer- versus Dreiertherapie zur Helicobacter-Eradikation
Helicobacter pylori ist in den letzten Jahren zunehmend Antibiotika-resistent geworden. Die Autoren einer randomisierten Studie haben die Wirksamkeit einer Vierertherapie zur Eradikation von H. pylori mit dem langjährigen Goldstandard verglichen.
Lancet 2011;377:905-913 , Malfertheiner P et al

Magendarm-Verträglichkeit von Celecoxib besser als PPI plus NSAR
COX-2 Hemmer einerseits und nicht selektive nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) plus Protonenpumpenblocker (PPI) andererseits sind zwei erwiesenermassen wirksame Therapiestrategien bei Arthrose oder Rheumatoider Arthritis. In der CONDOR-Studie wurde die gastrointestinale Verträglichkeit der beiden Therapien miteinander verglichen.
Lancet 2010;376:173-179 , Chan FK et al

Helicobacter-Eradikationstherapie bei Eisenmangelanämie
Eine Eisenmangelanämie geht nicht selten mit einer Helicobacter pylori Infektion einher. Die Autoren einer vorzeitig publizierten Metaanalyse haben untersucht, ob die Helicobacter-Eradikationstherapie in Kombination mit der Eisensubstitution einen günstigen Effekt auf den Hb-Verlauf hat.
Scand J Gastroenterol 2010, online Publikation 4. März , Wenzhen Y et al

Empfehlungen zur Verschreibung von NSAR
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) werden zur Schmerzlinderung sehr häufig eingenommen, die Nebenwirkungen können allerdings beträchtlich sein. In der amerikanischen Grundversorgerzeitschrift „American Familiy Physician“ wurden kürzlich Leitlinien zur Verschreibung von NSAR in der Praxis publiziert.
Am Fam Physician 2009;80:1371-1378 , Risser A et al

Aspirin nach Ulkusblutung weiter einnehmen oder nicht?
Diese Frage stellt sich bei allen Patienten, welche für die kardiovaskuläre Prävention niedrig dosiert Aspirin einnehmen und eine Blutung eines peptischen Ulkus erleiden. Eine randomisierte Studie hat nun die Folgen einer Weiterverabreichung respektive eines Stopps der Plättchenhemmung durch ASS nach Blutung geprüft.
Ann Intern Med 2010:152:1-9 , Sung JJ et al

Protonenpumpenhemmer stören Plättchenhemmung nicht
Die Befürchtungen, dass Protonenpumpenhemmer (PPI) durch Interaktion mit Clopidogrel oder Prasugrel deren kardioprotektive Wirksamkeit abschwächen, bestätigte eine im Lancet publizierte Analyse zweier grosser Studien nicht.
Lancet 2009;374:989-997 , O'Donoghue ML et al.

Famotidin reduziert Risiko für Ulzera unter Aspirin beträchtlich
Aspirin wird in der kardiovaskulären Primär- und Sekundärprävention breit eingesetzt. Nebenwirkungen sind peptische Ulzera und Oesophagitiden. In einer randomisierten Studie wurde nun der präventive Effekt von Famotidin auf die Inzidenz dieser Komplikationen untersucht.
Lancet 2009;374:119-125 , Taha AS et al

Refluxösophagitis: PPIs im Vergleich
Die Autoren einer randomisierten Studie haben vier verschiedene Protonenpumpenblocker (PPI) in Bezug auf ihre Potenz und Geschwindigkeit, Reflux-Symptome zu lindern, untersucht.
World J Gastroenterol 2009;15:990-995 , Zheng RN

Protonenpumpenblocker erhöhen kurzzeitig Reinfarktrisiko
Die meisten Protonenpumpenblocker (PPI) hemmen den Stoffwechsel von Clopidogrel in seine aktiven Metaboliten. Eine vorzeitig im CMAJ publizierte Fallkontrollstudie hat die möglichen klinischen Auswirkungen dieser Medikamenteninteraktion untersucht.
CMAJ 2009, online Publikation 28. Januar , Juurlink DN et al

Antacida: Step-up versus Step-down Strategie
Die Therapie mit Antacida bei Dyspepsie in der Grundversorgung ist mit enormen Kosten assoziiert. Eine im Lancet publizierte, randomisierte Studie hat die Kosteneffektivität der Step-up mit derjenigen der Step-down Therapie verglichen.
Lancet 2009;373:215 – 225 , van Marrewijk CJ et al

Chirurgie versus Medikamente bei Refluxkrankheit
Die Fundoplikatio ist eine Alternative zur medikamentösen Therapie der chronischen gastrooesophagealen Refluxkrankheit (GERD). Grant und Kollegen haben in ihrer im BMJ publizierten Studie den Benefit und die Risiken der laparoskopischen Fundoplikatio bei GERD evaluiert.
BMJ 2008;337:a2664 , Grant AM et al

Sequentielle Helicobacter Eradikationstherapie hoch effektiv
Behandlungsmisserfolge bei der Helicobacter pylori Eradikation sind bei der Tripeltherapie mit mehr als 20% relativ häufig. Die Autoren einer im American Journal of Gastroenterology publizierten Studie haben die Effektivität einer sequentiellen Eradikationstherapie untersucht.
Am J Gastroenterol 2008;103:2220–2223 , Sánchez-Delgado J et al

 
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