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Review: Management bei Harnwegsinfekt

Im Journal “Urologic Nursing” wurde aktuell eine Review zur Epidemiologie, Diagnostik und Therapie von Harnwegsinfektionen (HWI) bei der Frau publiziert. Die wichtigen Erkenntnisse sind hier kurz zusammengefasst.

Diagnostik

  • Häufigste Erreger von HWI (in den USA) sind: E. coli, Klebsiella pneumoniae, Enterokokken, Proteus mirabilis, Citrobacter und Staphylococcus aureus.
  • Urinkulturen müssen nicht routinemässig, jedoch bei komplizierten oder rezidivierenden HWI abgenommen werden.
  • 2% bis 7% der schwangeren Frauen entwickeln einen HWI. Eine unbehandelte Bakteriurie ist mit einem erhöhten Risiko für eine Pyelonephritis oder eine Frühgeburt sowie mit einer erhöhten perinatalen Mortalität assoziiert.
  • Rezidivierende HWI sind definiert als mehr als drei kulturell bestätigte Infektionen in einem Jahr oder mindestens 2 HWI in einem Monat.
  • Bei rezidivierenden HWI müssen mögliche Ursachen gesucht werden: Urethrale Divertikel, Steine, Cystozelen, Papillennekrosen, atrophe Pyelonephritis.

Therapie

  • Die Autoren empfehlen bei unkompliziertem HWI eine initiale Therapie mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol während 3 Tagen. Zweitlinientherapien sind Fluoroquinolone und Nitrofurantoin.
  • Nitrofurantoin wird meist gut vertragen und ist effektiv gegen E. coli und gram-positive Bakterien. Es muss allerdings 7 Tage eingenommen werden und ist gegen die meisten Proteus Spezies und einige Enterobakter und Klebsiellen nicht wirksam.
  • Fluoroquinolone werden häufig verschrieben, sollten aber bei Schwangerschaft und bei unter 18-jährigen Frauen nicht zur Anwendung kommen.
  • HWI bei liegendem Katheter sollten während 10 bis 14 Tagen antibiotisch behandelt werden.
  • Schwangerschaft: Bei HWI und Bakteriurien empfehlen die Autoren eine 7-tägige Therapie mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol oder Nitrofurantoin. Trimethoprim/Sulfamethoxazol sollte im ersten Trimester und am Termin vermieden werden. Fluoroquinolone sind in der Schwangerschaft kontraindiziert.
  • Asymptomatische Bakteriurien müssen nicht behandelt werden; ausser bei Schwangeren, bei Infektion mit Proteus und bei schweren Diabetikern.

Prophylaxe

  • Eine kontinuierliche Prophylaxe empfehlen die Autoren bei rezidivierenden HWI (Definition siehe oben). Mögliche Therapieregimes sind die nächtliche Einnahme von 100 mg Nitrofurantoin, 250 mg Cephalexin oder einer Tablette Trimethoprim/Sulfamethoxazol während 6 Monaten.
  • Bei häufigen HWI nach Geschlechtsverkehr kann eine postkoitale antibiotische Prophylaxe versucht werden.

 

Link zur Studie

Urol Nurs. 2008;28:333-341 - Rahn DD

18.11.2008 - dde

 
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