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Statine schützen auch vor Sepsis

Die Atherosklerose und die Sepsis weisen einige pathophysiologische Ähnlichkeiten auf. Dazu zählen eine Immundysregulation, eine erhöhte Thrombogenese und eine systemische Entzündung. Die Autoren untersuchten, ob ein Zusammenhang besteht zwischen Statineinnahme und Sepsisrisiko bei Patienten mit Atherosklerose.

Die Kohortenstudie wurde in Ontario, Kanada durchgeführt und deckte den Zeitraum 1997 – 2002 ab. 141'487 Patienten, die älter als 65 Jahre waren, einen Spitalaufenthalt wegen eines akuten Koronarsyndroms, eines ischämischen Hirnschlags oder einer Revaskularisation hinter sich hatten und nach Spitalaustritt noch mindestens 3 Monate lebten, wurden in die Studie eingeschlossen. 33% der initialen Kohorte erhielten ein Statin innerhalb von 90 Tagen nach Spitalaustritt. Die real untersuchte Kohorte war kleiner, da die individuelle Wahrscheinlichkeit, ein Statin zu erhalten, in die Kalkulation eingeschlossen wurde. Analysiert wurden deshalb Daten von 69'168 Patienten, wovon die Hälfte ein Statin erhielt.

 

Die Sepsisinzidenz war bei den Patienten, die ein Statin erhielten, niedriger als bei den Kontrollindividuen (HR 0.81). Dies galt unabhängig von demographischen Charakteristika, Risikofaktoren für eine Sepsis, Komorbiditäten und Gesundheitsbetreuung (HR 0.81). Die schützende Wirkung der Statine persistierte auch in einer Subgruppenanalyse für Hochrisikogruppen, inklusive Patienten mit Diabetes mellitus, chronischer Niereninsuffizienz oder Status nach Infektionen. Auch das Risiko für eine schwere (HR 0.83) oder für eine tödliche Sepsis (HR 0.75) war reduziert. Nicht-Statin-Lipidsenker bewirkten keine Risikosenkung.

 

Konklusion der Autoren: Das Sepsisrisiko scheint bei Patienten mit Atherosklerose durch die Verabreichung von Statinen reduziert zu werden. Randomisierte Studien, die die Wirkung von Statinen hinsichtlich Sepsisprävention untersuchen, sind indiziert.

Lancet 2006; 367:413-418 - Hackam D et al

06.02.2006 - undefined

 
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