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Sexueller Missbrauch und somatoforme Störungen im späteren Leben

Bereits Freud wies in den 1890er Jahren auf die Bedeutung sexuell traumatisierender Erfahrungen für die Entstehung einer „Hysterie“ hin. Sexuelle Missbrauchserfahrungen führen nicht nur häufig zu Angst- und Panikstörungen, Depressionen, Sexualstörungen und Substanzabhängigkeiten; auch lebenslange somatoforme Störungen sind die Folge.

Die Autoren dieser Review und Metaanalyse führten eine systematische Literatursuche in den elektronischen Datenbanken (Zeitraum von Januar 1980 bis Dezember 2008) durch. Eingeschlossen wurden Längsschnittstudien (Fall-Kontrollstudien und Kohortenstudien), die somatoforme Symptome bei Patienten mit und ohne sexuelle Missbrauchserfahrungen untersuchten.

 

Die Analyse basierte auf 23 Studien mit total 4'640 Personen. Es bestand eine signifikante Assoziation zwischen sexuellem Missbrauch in der Vergangenheit und lebenslanger Neigung zu funktionellen gastrointestinalen Störungen (Odds Ration 2.43; 5 Studien), unspezifischen chronischen Schmerzen (OR 2.20; 1 Studie), psychogenen nicht epileptischen Anfällen (OR 2.96, 3 Studien) und chronischen Unterleibsschmerzen (OR 2.73, 10 Studien). Kein statistisch signifikanter Zusammenhang bestand zwischen sexuellem Missbrauch und späteren Fibromyalgien (OR 1.61, 4 Studien), Übergewicht (OR 1.47, 2 Studien) oder Kopfschmerzen (OR 1.49, 1 Studie). Keine der Studien untersuchte die Neigung zu Synkopen als Folge des Missbrauchs. Wurden nur Vergewaltigungen als sexueller Missbrauch definiert, so bestand ein signifikanter Zusammenhang mit späteren Fibromyalgien (OR 3.35), chronischen Unterbauchbeschwerden (OR 3.27) und funktionellen gastrointestinalen Störungen (OR 4.01).

 

Konklusion der Autoren: Sexuelle Missbrauchserfahrungen führen zu einer Vielzahl lebenslanger somatoformer Störungen.

 

Link zur Studien

JAMA 2009;302:550-561 - Paras ML et al.

05.08.2009 - gem

 
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