Schilddrüsenhormonstatus und kardiovaskuläres Risiko
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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 03. Dezember 2022
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Schilddrüsenhormonstatus und kardiovaskuläres Risiko

Gemäss früheren Studien sollen subklinisch abnorme TSH-Werte mit einem ungünstigen Effekt auf das kardiovaskuläre System assoziiert sein. Cappola et al haben den Zusammenhang zwischen Schilddrüsenhormonstatus und kardiovaskulärem Risiko in einer prospektiven Studie evaluiert.

3’233 Personen wurden 1989 und 1990 in den USA in die prospektive Cardiovascular Health Study eingeschlossen. Alle Teilnehmer waren mindestens 65 Jahre alt. Zu Beginn der Studie bestimmten die Autoren den Schilddrüsenhormonstatus und unterteilten die Patienten je nach Befund in: subklinisch hyperthyreot, euthyreot, subklinisch hypothyreot oder offensichtlich hypothyreot. Primäre Endpunkte waren Vorhofflimmern, KHK, cerebrovaskuläre Erkrankung, kardiovaskulärer Tod und Gesamtmortalität. Alle Ereignisse, die bis 2002 eingetreten waren, konnten für die Analyse berücksichtigt werden (maximaler Follow-up: 13 Jahre).

 

82% der Studienteilnehmer hatten eine normale Schilddrüsenfunktion, 15% eine subklinische Hypothyreose, 1.6% eine manifeste Hypothyreose und 1.5% eine subklinische Hyperthyreose.
Bei Personen mit einer suklinischen Hyperthyreose trat doppelt so häufig ein Vorhofflimmern auf wie bei Euthyreoten (67 versus 31 Ereignisse pro 1000 Personenjahre, Hazard Ratio 1.98). Das Risiko für andere Endpunktereignisse war bei subklinischer Hyperthyreose nicht erhöht.
Zwischen Euthyreoten und subklinisch sowie manifest Hypothyreoten zeigten sich keine Unterschiede bezüglich kardiovaskulären Ereignissen oder Mortalität. Teilnehmer mit einer subklinischen Hypothyreose zum Beispiel hatten eine Hazard Ratio von 1.07 für ein koronares Ereignis.

 

Konklusion der Autoren: Kardiovaskuläre Ereignisse und Todesfälle treten bei subklinisch hypothyreoten und subklinisch hyperthyreoten Personen nicht häufiger auf als bei solchen mit normaler Schilddrüsenfunktion. Die subklinische Hyperthyreose ist allerdings mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern assoziiert.

 

Link zur Studie

JAMA 2006;295:1033-1041 - AR Cappola et al

01.03.2006 - dde

 
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