Repellentien reduzieren Malariarisiko wesentlich
Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 27. Januar 2022
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Repellentien reduzieren Malariarisiko wesentlich

Speziell behandelte, über dem Bett angebrachte Moskitonetze sind in der Malariaprävention hoch effektiv. Experten des Tropeninstituts in London haben in einer randomisierten Studie untersucht, ob Repellentien auf pflanzlicher Basis in Bolivien, wo die Malaria vor allem am frühen Abend übertragen wird, das Malariarisiko zusätzlich zum Moskitonetz reduzieren können.

4’008 Personen aus 860 Haushalten nahmen an der randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie in Bolivien teil. Alle Teilnehmer schliefen unter mit Insektiziden behandelten Moskitonetzen. Zusätzlich trugen die Probanden jeden Abend entweder ein auf Eucalyptus basierendes Repellens oder eine Placeboflüssigkeit auf die Haut auf. Primärer Studienendpunkt war eine bewiesene Infektion mit Plasmodium falciparum oder P. vivax.

 

Bei der Analyse von 15'174 Personenmonaten mit Hochrisiko-Exposition zeigte sich in der Repellens-Gruppe gegenüber der Placebo-Gruppe eine hoch signifikante Reduktion der Infektionsrate mit P. vivax um 80% (Rate Ratio 0.20, p<0.001). Der protektive Effekt vor Infektionen mit P. falciparum betrug beim Auftragen des Repellens 82%. Aufgrund der geringen Fallzahlen war diese Reduktion allerdings statistisch nicht signifikant (p=0.10). Fieberepisoden insgesamt waren in der Repellens-Gruppe um 58% weniger häufig als in der Placebo-Gruppe (Rate Ratio 0.42, p<0.001).

 

Konklusion der Autoren: Insekten-Repellentien bieten einen hoch effektiven Schutz vor Malaria. Bei Reisen in Gebiete, wo die Malaria-Übertragung vornehmlich in den frühen Abendstunden geschieht, ist die Empfehlung der Anwendung von Repellentien in der Kombination mit behandelten Moskitonetzen voll gerechtfertigt.

 

Link zur Studie

BMJ 2007;335:1023 - Hill N et al

16.11.2007 - dde

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachbereiche
Infektiologie

Artikel zum Thema
medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1