Niedrig dosiertes Aspirin senkt Krebsmortalität um einen Viertel
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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 20. August 2022
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Niedrig dosiertes Aspirin senkt Krebsmortalität um einen Viertel

Die tägliche Einnahme von Aspirin senkt das Risiko für ein kolorektales Karzinom nachweislich, wie kürzlich nachgewiesen wurde. Eine Analyse randomisierter Studien zeigt nun, dass Aspirin auch das Risiko, durch andere Malignome zu sterben, verringert.

Die Autoren analysierten die individuellen Daten von über 25'000 Patienten, welche in randomisierten Studien zur kardiovaskulären Prävention entweder niedrig dosiertes Aspirin oder Placebo einnahmen. Dabei wurden lediglich Studien mit einer Therapiedauer von mindestens 4 Jahren berücksichtigt. Endpunkt war die Mortalität aufgrund verschiedener Malignome.

 

In 8 Studien traten bei 25’570 Personen 674 Krebs-Todesfälle auf. Insgesamt reduzierte Aspirin die Krebsmortalität signifikant (Odds Ratio 0.79, p=0.003). Bei der Analyse der individuellen Patientendaten (7 Studien) stellte sich der präventive Effekt nach einer Einnahmedauer von 5 Jahren ein (HR 0.66 insgesamt und HR 0.46 für gastrointestinale Malignome, p=0.003). Das Risiko, nach 20 Jahren an Krebs gestorben zu sein, nahm mit steigender Behandlungsdauer zu: Nach regelmässiger Aspirineinnahme über mindestens 7.5 Jahre betrugen die Hazard Ratios 0.69 für alle soliden Tumoren (p=0.003) und 0.41 für gastrointestinale Malignome (p=0.0001). Für Oesophagus-, Pankreas-, Hirn- und Lungentumoren war ein präventiver Effekt nach minimal 5 Jahren, für Magen-, Kolorektal- und Prostatakarzinom erst später nachweisbar. Bei Lungen- und Oesophagusmalignomen war der präventive Effekt auf Adenokarzinome beschränkt. Der Benefit war unabhängig von der Aspirindosierung (ab 75 mg aufwärts) und stieg mit zunehmendem Alter an. Bei über 65-jährigen Personen betrug die absolute Risikoreduktion für einen Krebstod innerhalb von 20 Jahren 7.08%.

 

Konklusion der Autoren: Die tägliche Einnahme von nierdig dosiertem Aspirin reduziert die Krebsmortalität beträchtlich. Der präventive Effekt steigt mit zunehmender Behandlungsdauer.

Lancet 2010, online Publikation 7. Dezember - Rothwell PM et al

08.12.2010 - dde

 
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