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HIV-Infektion: HAART seit einer Dekade im Einsatz - eine Trendanalyse

Die hochacktive antiretrovirale Therapie (HAART) bei HIV-Infektion ist vor einem Jahrzehnt in Europa und Nordamerika eingeführt worden. Eine im Lancet publizierte Analyse untersuchte nun die Trends bezüglich Patientencharakteristika, Therapieansprechen und Kurzzeitprognose unter HAART.
Die Autoren analysierten die Daten von 12 Kohortenstudien mit insgesamt 22'217 erwachsenen HIV-Patienten, welche initial mit HAART behandelt wurden. Die Wahrscheinlichkeit, 500 oder weniger HIV-1 RNA-Kopien pro mL nach 6 Monaten HAART zu erreichen und die Änderung der CD4-Zellzahl wurden für Patienten berechnet, die mit einer HAART 1995-96, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001 und 2002-03 begonnen haben. Primäre Endpunkte waren die Hazard Ratios für AIDS und Todesfälle jeglicher Ursache im ersten Behandlungsjahr mit HAART.

 

Der Anteil infizierter heterosexueller Männer stieg von 20% im Zeitraum 1995-96 auf 47% in den Jahren 2002-03, bei den Frauen von 16% auf 32%. Die mittlere CD4-Zellzahl unter HAART stieg von 170 Zellen/µl (1995–96) auf 269 Zellen/µl im Jahr 1998 und sank danach auf etwa 200 Zellen/µl. Im Zeitraum 1995-96 erreichten nach 6 Monaten HAART 58% 500 HIV-1 RNA-Kopien/mL oder weniger, 2002-03 waren es 83%. Verglichen mit dem Jahr 1998 betrugen die Hazard Ratios für AIDS und Todesfälle 1995-96 1.07 respektive 0.87 und 2002-03 1.35 respektive 0.96.

 

Konklusion der Autoren: Das virologische Ansprechen hat sich über die Jahre seit dem Einsatz von HAART verbessert. In der Mortalitätsstatistik widerspiegelt sich dieser Trend jedoch nicht.

Lancet 2006;368:451-458 - The Antiretroviral Therapy (ART) Cohort Collaboration

04.08.2006 - gem

 
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