HIV: Emtricitabin versus Stavudin in der Kombinationsbehandlung
Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 22. Mai 2022
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

HIV: Emtricitabin versus Stavudin in der Kombinationsbehandlung

Emtricitabin ist ein neuer, einmal täglich einzunehmender Hemmer der Nucleosid Reversen Transkriptase (NRTI) mit grosser anti-HIV-Potenz. Eine im JAMA publizierte Studie hat diese Substanz mit Stavudin bezüglich Sicherheit und Effektivität in der Kombinationsbehandlung mit Didanosin und Efavirenz verglichen.

571 über 18-jährige HIV-Patienten mit einem Viral Load > 5000 Kopien/mL und ohne bisherige antiretrovirale Therapie wurden in die randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie eingeschlossen. Sie erhielten entweder einmal 200 mg Emtricitabin plus zweimal Placebo täglich oder einmal Placebo und zweimal eine Standarddosis Stavudin täglich, jeweils kombiniert mit Didanosin und Efavirenz. Der mittlere Follow up betrug 60 Wochen. Primärer Endpunkt war ein persistierendes virologisches Ansprechen, definiert als Erreichen oder Halten eines Viral Load < 400 Kopien/mL oder Absinken des Viral Load unter die Detektionsgrenze (< 50 Kopien/mL).

 

Nach einem mittleren Follow up von 42 Wochen betrug die Rate des persistierenden virologischen Ansprechens mit einem Absinken des Viral Load unter 50 Kopien/mL in der Emtricitabingruppe 85% versus 76% in der Stavudingruppe (p=0.005). Die entsprechenden Raten nach 60 Wochen betrugen 76% versus 54% (p<0.001). Die CD4-Zellzahl nahm unter Emtricitabin stärker zu als unter Stavudin.  Die Chance eines Therapieversagens betrug in der Emtricitabingruppe 4%, in der Stavudingruppe 12% (p<0.001). Aufgrund von Nebenwirkungen brachen unter Emtricitabin 7% der Patienten die Therapie ab, unter Stavudin waren es deren 15% (p=0.005).

 

Konklusion der Autoren: In der Kombinationsbehandlung mit Didanosin und Efavirenz scheint Emtricitabin in der virologischen Suppression effektiver zu sein und besser toleriert zu werden als Stavudin.

 

Abstract

JAMA 2004;292:180-189 - M. S. Saag et al

14.07.2004 - dde

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachbereiche
Infektiologie

Artikel zum Thema
medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1