Subklinische Hypo- oder Hyperthyreose - eine review
Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 03. Dezember 2022
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Subklinische Hypo- oder Hyperthyreose - eine review

TSH-Werte ausserhalb des Normbereichs bei normalen freien Schilddrüsenwerten FT4 und T3 werden in der Klinik insbesondere bei älteren Patienten häufig angetroffen. Die Empfehlungen zum Management der subklinischen Hypo- oder Hyperthytreose sind nicht konsistent. Die folgende review sollte Aufschluss über die Notwendigkeit einer weiteren Evaluation dieser Patienten, über die Therapiemöglichkeiten und über die Dringlichkeit einer Behandlung geben.

Medline, Embase, Biosis, die Agency for Healthcare Research and Quality, National Guideline Clearing House, die Cochrane Database of Systematic Reviews and Controlled Trials Register, und mehrere nationale, britische Datenbanken wurden nach zwischen 1995 und 2002 publizierten Artikeln zur subklinischen Hypo- oder Hyperthyreose durchsucht. Von 195 identifizierten Artikeln wurden schliesslich alle Editorials, individuellen Fallstudien und nicht systematischen reviews ausgeschlossen. Die Angaben zu Autoren, Publikationsdatum, Patientenzahl, Studiendesign und die Resultate waren die Basis für die Beurteilung der evidence.

 

Die Daten sprachen klar für eine Progression der subklinischen in eine manifeste Hypothyreose, eine Prävention dieser Entwicklung durch eine Therapie konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. TSH-Spiegel über 10 mIU/L waren mit erhöhten Cholesterinspiegeln assoziiert, auch hier war ein Benefit durch eine Therapie nicht nachzuweisen. Andere Assoziationen zwischen Hypothyreose-Symptomen und einem Therapiebenefit waren schwach oder nicht vorhanden.

Ein TSH unter 0.1 mIU/L war signifikant mit dem Auftreten eines Vorhofflimmerns und mit einer Progression in eine manifeste Hyperthyreose assoziiert, eine Prävention durch eine Therapie war jedoch auch hier nicht nachweisbar. Die Daten für den therapeutischen Benefit bezüglich Zunahme der Knochendichte wurden als recht konsistent gewertet. Andere Assoziationen zwischen Hyperthyreose-Symptomen und einem Therapiebenefit waren schwach oder nicht vorhanden. Die subklinische Hypothyreose bei der schwangeren Frau bleibt ein Spezialfall, wo eine aggressive Evaluation und eventuell eine Therapie gerechtfertigt ist.

 

Konklusion der Autoren: Die Daten für einen Benefit durch eine Therapie einer subklinischen Hypo- oder Hyperthyreose sind sehr schwach. Die Autoren empfehlen, bei TSH-Spiegeln zwischen 0.1 und 0.45 respektive 4.5 und 10 von einer routinemässigen Therapie oder einem breiten Screening abzusehen. Ein aggressiveres Vorgehen ist bei Schwangerschaft, Frauen über 60 Jahren und bei speziellem Risiko indiziert.

 

Abstract

 

JAMA 2004:291:228-238 - M.I. Surks et al

14.01.2004 - dde

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachbereiche
Endokrinologie
Artikel zum Thema

medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1