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Galantamin verbessert Kognition bei Heimpatienten mit schwerem Alzheimer

In der SERAD-Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Galantamin auf die Kognition und die Alltagskompetenzen (ADL) von Patienten mit schwerer Alzheimerdemenz untersucht.

Zwischen Dezember 2003 und März 2007 wurden 407 Patienten im Alter von 84 Jahren mit schwerer Alzheimerdemenz - in Pflegeheimen wohnhaft - in die doppelblinde, placebokontrollierte Studie eingeschlossen. 207 Patienten erhielten Galantamin, das von 8 mg auf 24 mg auftitriert wurde, und 200 Patienten erhielten Placebo. Primäre Endpunkte waren die Kognition gemäss SIB (severe impairment battery) und die Alltagskompetenzen gemäss MDS-ADL (minimum data set-activities of daily living). Andere Endpunkte umfassten Sicherheitsaspekte der Behandlung.

 

81% (168/207) in der Galantamin-Gruppe und 81% (161/200) in der Placebogruppe (81%) beendeten die Behandlung. Unter Galantamin verbesserte sich der mittlere SIB Score um 1.9 Punkte, unter Placebo hingegen kam es zur Verschlechterung um 3.0 Punkte (p=0.006). Der Unterschied war für die SIB-Domänen Gedächtnis (p=0.006), Praxis (p=0.010) und visuell-räumliche Fähigkeiten (p=0.002) signifikant. Der mittlere MDS-ADL Score verschlechterte sich unter Galantamin um 1.2 Punkte und um 1.6 Punkte in der Placebogruppe (p=0.383). Nebenwirkungen traten bei 88% in der Galantamin-Gruppe und bei 89% in der Placebogruppe auf, meist von leichtem bis mittlerem Schweregrad. 8 Patienten in der Galantamingruppe und 21 in der Placebogruppe verstarben. Abnormalitäten im EKG waren in beiden Gruppen ähnlich häufig.

 

Konklusion der Autoren: Galantamin wird von Patienten mit schwerer Alzheimerdemenz gut vertragen. Es führt im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verbesserung der Kognition, nicht jedoch der Alltagsfähigkeiten.

Lancet Neurology 2009;8:39-47 - Burns A et al

06.01.2009 - gem

 
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