Eosinophile Oesophagitis – eine oft verpasste Diagnose
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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 27. September 2022
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Eosinophile Oesophagitis – eine oft verpasste Diagnose

Obwohl über eine zunehmende Prävalenz der eosinophilen Oesophagitis (EOE) berichtet wird, gehört diese Diagnose eher noch zu den Raritäten. Die Autoren einer aktuellen retrospektiven Studie haben die Häufigkeit der EOE untersucht und die Gründe identifiziert, warum die Diagnose nicht oder zu spät gestellt wurde.

Die Studienautoren haben die medizinischen Daten von 67'840 zwischen 2001 und 2008 durchgeführten Gastroskopien ausgewertet. Aus den klinischen Informationen ermittelten Sie die Fälle mit einer EOE-Diagnose (gemäss Kriterien der American Gastroenterology Association Guidelines) und bei den Patienten mit verzögerter Diagnose die Gründe dafür.

 

37 Patienten erfüllten die diagnostischen Kriterien für eine EOE. Die mittlere Beschwerdedauer bis zur Diagnose betrug 4 Jahre und 38% der Fälle blieben bis zur Studienzeit undiagnostiziert. Die Gründe für die Verzögerung der Diagnose waren:

  • Verzögerte Endoskopie bei Patienten mit Dysphagie (49%)
  • Missinterpretation der typischen endoskopischen Veränderungen (16%)
  • Klinische Fehldiagnose als GERD (22%) und Candida-Infekt (13%)
  • Histologische Fehldiagnose als GERD (19%), Candida (5%), unspezifische entzündliche Veränderung (8%) oder Barrett Oesophagus (3%)
  • Falsche Auswertung der maximalen Eosinophilen-Konzentration in den Biopsien (35%)

Bei 40% der Patienten mit einer EOE fiel der Entscheid zur Biopsie allein aufgrund eines Dysphagie-Protokolls.

 

Konklusion der Autoren: Die EOE ist unterdiagnostiziert - und zwar aufgrund eines Mangels der klinischen Awareness sowie aufgrund von Biopsiefehlern und histopathologischen Missinterpretationen.

 

Link zur Studie

Eur J Gastroenterol Hepatol 2010;22:848-855 - Kanakala V et al

07.09.2010 - dde

 
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