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Donezepil auch bei schwerer Alzheimer-Demenz wirksam

Der Cholinesterasehemmer Donezepil (Aricept®) ist zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz zugelassen. Die Wirksamkeit bei schwerer Demenz wird kontrovers diskutiert und wurde nun in dieser frühzeitig im Lancet publizierten Studie untersucht.

248 schwedische Patienten mit schwerer Demenz vom Alzheimer-Typ (1-10 Punkte im Mini-Mental-Status) wurden in die Studie eingeschlossen. Alle Patienten lebten im Pflegeheim. Nach dem Zufallsprinzip erhielten die Patienten entweder Donezepil (n=128) oder Placebo (n=120). Donezepil wurde im ersten Monat mit 5 mg täglich, danach mit bis zu 10 mg täglich dosiert. Primäre Endpunkte waren Kognition gemessen am SIB (Severe Impairment Battery) und komplexe Altagsaktivitäten gemessen am ADCS-ADL-severe (modified Alzheimer’s Disease Cooperative Study Activities of Daily Living inventory for severe Alzheimer’s disease).

 

In der Donezepilgruppe führten 95 Patienten die Behandlung zu Ende, in der Placebogruppe waren es 99 Patienten. Die Patienten, die mit Donezepil behandelt wurden verbesserten sich nach 6-monatiger Behadlung im SIB mehr und verschlechterten sich im ADCS-ADL-severe weniger vom Ausgangswert als die Patienten mit Placebo (least squares-Methode: mittlere Differenz 5.7, P = 0.008; respektive 1.7, P = 0.03). Die Inzidenz an Nebenwirkungen war zwischen beiden Gruppen vergleichbar: Donezepil 82% (n=105) vs. Placebo 76% (n=91). In der Donezepilgruppe gab es wegen Nebenwirkungen mehr Studienabbrecher als in der Placebogruppe (20 vs. 8).

 

Konklusion der Autoren: Donezepil verbessert die Kognition (gemessen am SIB) und bewahrt komplexe Altagsaktivitäten (gemessen am ADCS-ADL-severe) bei im Pflegeheim wohnenden Patienten mit schwerer Demenz vom Alzheimer-Typ.

Lancet 2006, early online release, 23. März - Winblad B et al

24.03.2006 - gem

 
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