Clopidogrel und Protonenpumpenblocker (PPI)
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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 22. Mai 2022
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Clopidogrel und Protonenpumpenblocker (PPI)

PPI haben einerseits das Potenzial, gastrointestinale Blutungen zu verhindern, andererseits wurde in den letzten Jahren eine Interaktion zwischen Clopidogrel und PPI beschrieben, welche das kardiovaskuläre Risiko erhöhen könnte. Eine retrospektive Kohortenstudie ist der Wirkung und Sicherheit der Komedikation von Clopidogrel und PPI nachgegangen.

Im Tennessee Medicaid Program wurden die Daten von 20'596 Patienten gesammelt, welche zwischen 1999 und 2005 aufgrund eines Myokardinfarktes, einer Koronarrevaskularisation oder einer instabilen Angina pectoris hospitalisiert wurden. 7'593 der Studienteilnehmer nahmen gleichzeitig Clopidogrel und PPI ein. Primärer Endpunkt der Datenanalyse waren Hospitalisation wegen GI-Blutung und kardiovaskuläre Ereignisse (Myokardinfarkt, Hirnschlag, kardiovaskulär bedingter Tod).

 

62% der Patienten mit PPI nahmen Pantoprazol, 9% Omeprazol ein. Unter PPI war die Inzidenz von Hospitalisationen wegen GI-Blutungen um 50% niedriger als bei Patienten ohne PPI (HR 0.50). Bei Patienten mit dem höchsten Blutungsrisiko resultierte die Verschreibung von PPI in einer Reduktion von 28.5 Hospitalisationen wegen GI-Blutungen pro 1000 Personenjahre. Kardiovaskuläre Ereignisse waren unter Clopidogrel plus PPI nicht höher als unter Clopidogrel allein (HR 0.99 für alle Teilnehmer und 1.01 für Patienten mit PTCA).

 

Konklusion der Autoren: Bei Herzpatienten, welche Clopidogrel einnehmen, senkt die gleichzeitige Verschreibung von PPI die Inzidenz von Hospitalisationen wegen GI-Blutungen um 50%. Kardiovaskuläre Ereignisse scheinen unter der Komedikation von PPI und Clopidogrel nicht gehäuft aufzutreten.

 

Link zur Studie

Ann Intern Med 2010;152:337-345 - Ray WA et al

17.03.2010 - dde

 
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