Transparentes Engagement für Qualität in der Medizin
Wie stark sich ambulant tätige Ärzteschaft in der Schweiz für die Qualität ihrer Arbeit einsetzt, ist seit der Pilotphase des Projekts Q-Monitoring belegt. 2012 beteiligen sich bereits zehn ärztliche Fachgesellschaften an der Umfrage von Q-Monitoring, die heute beginnt. Die Resultate werden diesen Sommer veröffentlicht.
Mit Q-Monitoring ambulante Medizin CH leistet die FMH einen zentralen Beitrag, um den im Krankenversicherungsgesetz formulierten Auftrag zur Qualitätssicherung im ambulanten Sektor wahrzunehmen. Neben den kinder- und hausärztlichen sowie den psychiatrischen Fachgesellschaften, die sich seit Projektbeginn im Jahr 2010 beteiligen, haben neu auch die Fachgesellschaften für Anästhesiologie und Reanimation, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pneumologie, Radiologie sowie ORL, Hals- und Gesichtschirurgie in Zusammenarbeit mit der FMH einen fachspezifischen Fragebogen entwickelt. Ab heute lädt die FMH rund 11΄000 Ärztinnen und Ärzte der Schweiz ein, ihre aktuell geleisteten Qualitätsaktivitäten zu deklarieren; es sind dies rund zwei Drittel aller ambulant tätigen Mediziner der Schweiz.
Q-Monitoring stellt in allen Fachbereichen Fragen zu u.a. den Themen Fortbildung, Kollegiale Aktivitäten, Patienten- und Mitarbeiterbefragung, Betriebs- und Patientensicherheit sowie Organisations- und Managementsysteme. Die aggregierten, anonymen Daten der Umfrage ermöglichen eine solide qualitätsstrategische Arbeit und standespolitische Argumentation der involvierten Fachgesellschaften und der FMH. Aber auch die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte erhalten einen wertvollen Überblick über die von ihnen erbrachten Qualitätsaktivitäten sowie einen anonymen Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen.
Medizinische Qualität ist eine Koproduktion aller Gesundheitspartner. Deshalb legt die FMH Wert darauf, möglichst viele Gesundheitsakteure in das Projekt Q-Monitoring einzubinden. Als Beobachter begleiten namentlich das BAG, die GDK, H+, santésuisse, die Stiftung für Patientensicherheit, die Medizinaltarifkommission/SUVA, der Dachverband Schweizerischer Patientenstellen sowie einzelne Krankenversicherer das Projekt.
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH
08.02.2012 - gem