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Sie sind hier: Pharmazie News » Publireportagen 17. Mai 2012
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Volle analgetische Wirkung bei weniger Nebenwirkungen durch 400 mg Dexibuprofen
 
Ibuprofen ist das in der Schweiz am häufigsten eingesetzte nichtsteroidale Antirheumatikum. Ibuprofen setzt sich aus dem unwirksamen Isomer Levibuprofen und dem aktiven Dexibuprofen zusammen. 400 mg Dexibuprofen erzielen gemäss klinischen Studien die gleiche Schmerzlinderung wie 800 mg Ibuprofen – bei signifikant weniger Nebenwirkungen.

Schmerzen durch rheumatische Erkrankungen wie beispielsweise die Arthrose schränken den Patienten in seiner Aktivität und Lebensqualität beträchtlich ein. Die wirksame Linderung des Schmerzes ist für den Patienten die zentrale, initiale  Erwartung  an den behandelnden Arzt [1]. Aufgrund der gut bewiesenen analgetischen und antiphlogistischen Wirkung kommen den NSAR eine zentrale Bedeutung in der Schmerzlinderung und Entzündungshemmung zu. Eine chronische, systemische Einnahme von NSAR scheint bei Patienten mit Arthrose ausserdem einen günstigen Effekt auf die Krankheitsprogression zu haben [2,3]. Der Nutzen ist allerdings immer gegen die potenziellen Nebenwirkungen, in erster Linie gastrointestinaler Art, abzuwägen. Grundsätzlich gilt es, die minimale Dosierung zu finden, bei welcher eine adäquate Schmerzlinderung erzielt wird.

 

Beträchtliche pharmakologische Vorteile des aktiven Isomers Dexibuprofen

Das in der Schweiz sehr häufig angewendete NSAR Ibuprofen hat sich als eines der sichersten seiner Klasse erwiesen [4]. Ibuprofen ist, wie viele andere pharmakologische Wirkstoffe, ein racemisches Gemisch, bestehend aus dem unwirksamen Isomer Levibuprofen und seinem aktiven Spiegelbild Dexibuprofen. Die Vorteile der Einnahme lediglich der aktiven Form Dexibuprofen sind offensichtlich:

  • 1. Bei der Einnahme des Racemats Ibuprofen geschieht eine nicht notwendige Exposition gegenüber einer unwirksamen Substanz (Levibuprofen), welche sich im Fettgewebe akkumulieren kann [6].
  • 2. Eine fixe Dosis des aktiven Wirkstoffs steht zur Verfügung, während die Dosis von Dexibuprofen bei der Einnahme des Racemats aufgrund der zeitabhängigen chiralen Inversion nicht voraussagbar ist [5].
  • 3. Dexibuprofen verursacht lediglich 1/3 aller Metabolite des Racemats, welche potenziell auch wieder zu unerwünschten Effekten führen können [7].

 

Halbe Dosierung – ganze Wirkung

Singer und Kollegen haben die Effektivität und Wirksamkeitsäquivalenz der halben Dosierung Dexibuprofen im Vergleich zur ganzen Dosis des racemischen Gemischs Ibuprofen an Arthrosepatienten bewiesen [8]. 178 Patienten mit einer schmerzhaften Hüftarthrose nahmen entweder 3 x 200 mg Dexibuprofen, 3 x 400 mg Dexibuprofen oder 3 x 800 mg Ibuprofen zu sich. Primärer Endpunkt war die Verbesserung der Symptomatik im WOMAC-Arthroseindex.

 

Die Wirksamkeitsäquivalenz von 1200 mg Dexibuprofen gegenüber 2400 mg Ibuprofen nach 8 und 15 Tagen ist in Abbildung 1 illustriert. Unter 3 x 400 mg Dexibuprofen zeigte sich die deutlichste Verbesserung der Symptomatik, die Resultate bezüglich Überlegenheit waren statistisch knapp nicht signifikant (p=0.055). Anhand der Daten der beiden Dexibuprofen-Dosierungen konnte ausserdem eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung nachgewiesen werden.

 

Alle drei Therapieregimes wurden gut vertragen.

 

 

Abbildung 1: Schmerzlinderung unter 3 x 400 mg Dexibuprofen (Seractil®) und 3 x 800 mg Ibuprofen [8]

 

Ein Viertel weniger Nebenwirkungen

In einer Übersichtsarbeit von Phleps zur Effektivität und Verträglichkeit von Dexibuprofen (Seractil®) zeigte sich nicht nur eine gute Wirksamkeit bei Arthrose, Rheumatoider Arthritis, Ankylosierender Spondylarthritis, LWS-Syndrom, OSG-Distorsion und Dysmenorrhoe, sondern auch eine bessere Verträglichkeit im Vergleich zu Ibuprofen [9]. Die Metaanalyse 5 randomisierter Studien bei insgesamt 1330 Frauen und Männern in einem durchschnittlichen Alter von 49 Jahren ergab eine signifikante Reduktion von Nebenwirkungen in der Dexibuprofengruppe gegenüber der Ibuprofengruppe, wie Abbildung 2 zu entnehmen ist. Bei der Analyse einzelner unerwünschter Ereignisse fiel vor allem eine signifikant geringere Inzidenz von ZNS-Reaktionen in der Dexibuprofengruppe auf. Schwere Nebenwirkungen traten unter Dexibuprofen keine auf. Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen verzeichneten die Autoren bei 2.4% unter Dexibuprofen und bei 3.25% unter Ibuprofen.

 

 

Abbildung 2: Nebenwirkungen unter 600-1200 mg Dexibuprofen (Seractil®) und 1200-2400 mg Ibuprofen [9]

 

Fazit

Dexibuprofen ist ein sehr wirksames Schmerzmittel mit einer klaren Dosis-Wirkungsbeziehung, was die Dosierung je nach Schmerzintensität erleichtert. Im Vergleich zu Ibuprofen genügt die Hälfte der Dosis, um eine mindestens so gute Analgesie zu erreichen. Diese Dosisreduktion zahlt sich in einer besseren Verträglichkeit aus - mit signifikant weniger Nebenwirkungen als unter Ibuprofen.

 

 

Referenzen

1. Bombardier C et al. Preference for endpoint measures in clinical trials: results of structured workshops. J Rheumatol 1982;9:798-801
2. Tsvetkova ES et al. Perspectives in the osteoarthritis treatment. EULAR 2003, AB0451
3. Dougados M et al. Continuous versus inermittent Celecoxib dosing in the treatment of osteoarthritis. EULAR 2009, FRI0362
4. Agrawal N. Risk factors for gastrointestinal ulcers caused by nonsteroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs). J Fam Pract 1991;32:619-624
5. Kantoci D, Wechter WJ. Calculation of inversion half-lives of aryl propionic acid class nonsteroidal antiinflammatory drugs. J Clin Pharmacol 1996;36:500-504
6. Williams K et al. The stereoselective uptake of ibuprofen enantiomers into adipose tissue. Biochem Pharmacol 1986;35:3403-3405
7. Evans AM. Pharmacodynamics and pharmacokinetics of the profens: enantioselectivity, clinical implications, and special reference to S(+)-ibuprofen. J Clin Pharmacol 1996;36(12 Suppl):7S-15S
8. Singer F et al. Evaluation of the efficacy and dose-response relationship of dexibuprofen (S(+)-ibuprofen) in patients with osteoarthritis of the hip and comparison with racemic ibuprofen using the WOMAC osteoarthritis index. Int J Clin Pharmacol Ther 2000;38:15-24
9. Phleps W. Overview of Clinical Data of Dexibuprofen. Clin Rheumatol 2001;20(Suppl):15-21


Gebro Pharma AG

16.09.2010 - dde

Mit freundlicher Unterstützung von Gebro Pharma AG


 

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