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Therapie der arteriellen Hypertonie im klinischen Alltag
 
Ergebnisse einer aktuellen Ärzte-Onlineumfrage in der Schweiz

Die Prävalenz

Bislang fehlen für die gesamte Schweiz exakte epidemiologische Daten über die Prävalenz der arteriellen Hypertonie. Eine Umfrage bei 20 Schweizer Hausärzten ergab, dass 46% der 1000 repräsentativen Patienten unter einer arteriellen Hypertonie litten [1]. Generell steigt der Anteil der Betroffenen mit zunehmendem Alter. Während bei 39% der Männer und 32% der Frauen im Alter von 55-64 Jahren eine arterielle Hypertonie diagnostiziert wird, sind es in der Altersgruppe ≥75 Jahre 54% der Männer und 55% der Frauen [2].

 

Die aktuellen Empfehlungen 2009

Die Schweizer Hypertonie-Gesellschaft (SHG) hat 2009 die aktuellen Behandlungsziele veröffentlicht [3]:

  • Genereller Blutdruck <140/90 mmHg
  • Risikopatienten (Diabetes, Nephropathie) <130/80 mmHg
  • Isolierte systolische Hypertonie <150 mmHg (gilt auch bei betagten und hochbetagten Patienten)

Bleibt der Bluthochdruck trotz Lebensstiländerungen nach 3-6 Monaten anhaltend hoch (>=140/90 mmHg), sollte eine Pharmakotherapie initiiert werden. Liegen bereits Endorganschäden vor, raten die Experten insbesondere bei Patienten mit Blutdruckwerten von systolisch >160 mmHg und/ oder diastolisch >100 mmHg, zu einer Kombinationstherapie [3].

 

Theorie und Praxis

Entscheidend für die Therapiesituation der Hypertoniepatienten in der Schweiz ist die Umsetzung dieser vorgegebenen Ziele im Praxis- und Klinikalltag. Dies liegt in der Hand der behandelnden Ärzte. Sie entscheiden, wann und wie Sie die SHG-Richtlinien umsetzen. Um das aktuelle Therapieverhalten und die Versorgung der Hypertoniepatienten in der Schweiz zu evaluieren, haben wir auch diesmal wieder Sie nach Ihrer Meinung gefragt. An der Umfrage haben 829 Ärzte (57.5% Allgemeinmediziner, 34.6% Internisten, 5.5% Kardiologen) teilgenommen. Der überwiegende Anteil der Befragten ist als niedergelassene/r Arzt/Ärztin in der Praxis tätig (85%).

 

Das Ergebnis

Die SHG-Zielwerte haben sich in der Praxis etabliert

Annähernd alle teilnehmenden Ärzte (93.5%) wenden die Zielwertvorgaben der SHG in der Praxis an. Sofern die Patienten unter der begonnenen Therapie die angestrebten Werte nicht erreichen, passen 77.3% der Befragten die Therapie an, um den Blutdruck weiter zu senken.

 

Aprovel: Das bevorzugte Sartan bei Therapiebeginn

Fällt die Entscheidung bei Therapiebeginn auf ein Sartan, so wählen die Befragten am häufigsten Aprovel (20.9%):

 

Abb. 1: Bevorzugtes Sartan bei Therapiebeginn

 

Die Hauptgründe für die Aprovel-Wahl sind die gute bisherige Erfahrung (20.1%) sowie die hohe Wirksamkeit (17.3%) des Medikamentes.

 

Ergänzung der Zielwerte für isolierte systolische Hypertonie (<150 mmHg)...

In den aktuellen SHG-Richtlinien wurde der Zielwert für eine isolierte systolische Hypertonie mit <150 mmHg mit aufgenommen. Auch über diese Ergänzung sind bereits annähernd Zweidrittel der Ärzte (61.6%) informiert.

 

...gilt auch für ältere Patienten

Dieser Zielwert gilt nach Ansicht der Experten auch für betagte und hochbetagte Patienten und führt bei 29.2% der Befragten zum Umdenken im Sinne einer verstärkten medikamentösen Behandlung der älteren Patientenklientel. Bereits jetzt geben die Umfrageteilnehmer an, durchschnittlich 77.3% der Hypertoniepatienten (>70 Jahre) medikamentös zu behandeln, wenn diese die Zielvorgaben nicht erzielen.

 

Sorge vor orthostatischer Hypotonie reduziert Behandlungsbereitschaft bei älteren Hypertonikern

97.5% der befragten Ärzte gehen davon aus, dass auch ältere Patienten (>70 Jahre) von einer antihypertensiven Therapie profitieren. Trotzdem fällt nicht in jedem Fall die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung. Als Grund dafür, wird eine bereits bestehende Belastung durch Medikamente aufgrund von Komorbiditäten (20.5%) angegeben. In den meisten Fällen (51%) spricht aber die Sorge vor einer therapiebedingten orthostatischen Hypotonie gegen die antihypertensive Pharmakotherapie.

 

Aprovel: Gutes Verträglichkeitsprofil auch bei älteren Patienten

In einer 2008 publizierten Studie konnte die gute Verträglichkeit von Aprovel auch bei betagten Patienten nachgewiesen werden. So besteht auch im Vergleich zu jüngeren Patienten kein Zusatzrisiko hinsichtlich einer orthostatischen Hypotonie [4]. Daher entscheiden sich 44.8% der teilnehmenden Ärzte, künftig mehr ältere Hypertoniepatienten mit Aprovel zu behandeln.

 

„Ja“ zu hohen Dosierungen bei Patienten mit Endorganschäden

Annähernd Zweidrittel der Teilnehmer (63%) zeigen sich mit der SHG-Empfehlung einverstanden, bei Hypertonikern mit bestehenden Endorganschäden (z.B. Nephropathie) oder Komorbidität die Therapie bereits mit einer hohen Dosierung zu beginnen [3]:

 

Abb. 2: Einverständnis mit Schweizer Guidelines zur Hypertonie [3] hinsichtlich der Behandlung von Risikopatienten

 

 

Nachweislicher Organschutz mit Aprovel 300 mg...

Die hohe Dosis von 300 mg Aprovel hat unabhängig von der Blutdrucksenkung einen Organschutz gezeigt. So kann das Risiko einer Niereninsufzienz durch Aprovel 300 mg um 20% reduziert werden [5].

 

...wird in der Praxis klar bestätigt

Auch die befragten Ärzte (82.6%) attestieren einer hohen Aprovel- Dosierung (300 mg) im Vergleich zu anderen Sartanen einen besseren oder vergleichbar guten Organschutz:

 

Abb. 3: Organschutz von Aprovel (300mg) im Vergleich mit anderen Sartanen

 

 

Ihre Entscheidung für Aprovel 300 mg bei Risikopatienten

49.3% der befragten Ärzte beabsichtigen bei Risikopatienten (z.B. Diabetiker) mit einer Hypertonie die Therapie künftig sofort mit einer hohen Aprovel-Dosierung (300 mg) zu beginnen, um so potenziellen Organschäden wirksam vorzubeugen:

 

Abb. 4: Künftiger Einsatz von Aprovel 300 mg als Therapiebeginn bei Risikopatienten zur Vermeidung von potenziellen Organschäden

 

 

Referenzen

1. B. Martina et al.: Kardiovaskuläre Medizin 2007; 10: 375-376

2. Schweizerische Gesundheitsbefragung 2007

3. www.swisshypertension.ch

4. Cushman WC. et al., Am J Ger Cardiol 2008 vol. 17 no. 1

5. Lewis EJ et al., New England Journal of Medicine, 2001

 

 

Gekürzte Fachinformation Aprovel®

Aprovel® 150 / Aprovel® 300: Antihypertonikum, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist (Typ AT1). Zusammensetzung: Irbesartan, Filmtabletten zu 150 mg bzw. 300 mg. indikationen: Behandlung der essentiellen Hypertonie. Behandlung der Nierenerkrankung bei Patienten mit Hypertonie und Typ-II-Diabetes mellitus mit erhöhtem Serumkreatinin oder Mikroalbuminurie oder klinischer Albuminurie als Teil einer antihypertensiven Behandlung. Dosierung: essentielle Hypertonie: übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis: 150 mg 1x täglich. Diabetische Nephropathie: bevorzugte Erhaltungsdosis: 300 mg 1x täglich. kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Arzneimittels. Hereditäres Angioödem oder durch ACE-Hemmer oder Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten hervorgerufenes angioneurotisches Ödem. Schwangerschaft / Stillzeit. Stark eingeschränkte Leberfunktion. Vorsichtsmassnahmen: Flüssigkeits- und/oder Salzmangel infolge Diuretikabehandlung. Leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz. Bilaterale Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere. Eingeschränkte Nierenfunktion. Unerwünschte Wirkungen: vergleichbar mit Plazebo. Orthostatische Symptome häufiger bei Behandlung der diabetischen Nephropathie. interaktionen: wenn Aprovel gleichzeitig mit Thiaziddiuretika verabreicht wird, ist der blutdrucksenkende Effekt additiv. Packungen: Filmtabletten zu 150 mg bzw. 300 mg: 28 und 98, kassenzulässig. Zulassungskategorie: B. Vertrieb: Sanofi / Bristol-Myers Squibb, rue de Veyrot 11, 1217 Me yrin. CoAprovel® 150/12.5 / CoAprovel® 300/12.5 / CoAprovel® 300/25 : kombiniertes Antihypertonikum, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist (Typ AT1) + Thiaziddiuretikum. Zusammensetzung: Filmtabletten zu 150 mg bzw. 300 mg Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid, 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid. indikationen: Behandlung der essentiellen Hypertonie, wenn mittels Monotherapie ein nur ungenügender Effekt erzielt werden kann oder als Initialtherapie bei ausgeprägter Hypertonie, wenn eine schnelle Kontrolle des Blutdrucks von primärer klinischer Bedeutung ist. Dosierung: 1 Filmtablette CoAprovel 150/12.5 1x täglich. Bei unzureichender Einstellung des Blutdrucks Erhöhung auf eine Filmtablette CoAprovel 300/12.5 1x täglich und dann, falls nötig, auf 1 Filmtablette CoAprovel 300/25 1x täglich. kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Arzneimittels. Anurie. Hereditäres Angioödem oder durch ACE-Hemmer oder Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten hervorgerufenes angioneurotisches Ödem. Schwangerschaft / Stillzeit. Schwere Leber- oder Niereninsuffizienz. Vorsichtsmassnahmen: Flüssigkeits- und/oder Salzmangel infolge Diuretikabehandlung. Leichte bis mittelschwere Leberinsuffizienz. Bila terale Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere. Eingeschränkte Nierenfunktion. Bei Diabetikern ist unter Umständen eine Anpassung der Diabetes-Therapie erforderlich. Unerwünschte Wirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Erbrechen, Ungleichgewicht der Elektrolyte. interaktionen: Lithium. Arzneimittel, die den Serumkaliumspiegel beeinflussen oder den Serumspiegel anderer Elektrolyte. NSAID. Arzneimittel gegen Gicht. Packungen: Filmtabletten zu 150 mg bzw. 300 mg Irbesartan + 12.5 mg Hydrochlorothiazid, 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid: 28 und 98, kassenzulässig. Zulassungskategorie: B. Vertrieb: Sanofi / Bristol-Myers Squibb, rue de Veyrot 11, 1217 Meyrin.

 

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel-Kompendium der Schweiz oder der Website von Sanofi-Aventis.

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Sanofi / Bristol-Myers Squibb, rue de Veyrot 11, 1217 Meyrin - CH-IRB-10-03-01

11.04.2010 - dde


 

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